“Eurasische Künstlervereinigung” gegründet

“Eurasische Künstlervereinigung” gegründet

http://derfreiheitliche.de/2013/06/10/eurasische-kunstlervereinigung-gegrundet/

Alexander Dugin darf wohl zu den profiliertesten politischen Denkern der Gegenwart gezählt werden. Der russische Philosoph und Geostratege hat mit der Eurasischen Bewegung einen großen Gegenentwurf zur US-dominierten unipolaren Weltordnung geschaffen, welcher weit über Rußland hinaus Intellektuelle in den Bann zieht, so Alain de Benoist in Frankreich oder Claudio Mutti in Italien. Die in den USA geschaffene „Global Revolutionary Alliance” kann als angegliederte Jugendbewegung verstanden werden. In Deutschland ist die wichtigste Stimme für die Ideen der Eurasier die Zeitschrift Zuerst!, welche immer wieder mit Artikeln zum Thema aufwarten kann. Eine organisatorische Basis hat bisher jedoch nicht bestanden. Nun hat sich in Berlin unter dem etwas hochtrabenden Titel „Eurasisches Institut für geostrategische Studien” eine kleine Eurasische Gruppe gegründet. Trotz der schwachen Ausgangsposition konnte sie nach Aussage ihres Leiter Bernd Volkhardt die Zustimmung Dugins für Aktivitäten unter diesem Banner erlangen. Man darf gespannt sein.

Nicht uninteressant scheint ein nationsübergreifendes Projekt, welches ein Mitglied der Berliner Gruppe, Rudolf S., der sich als Folkmusiker „Sonnenkind“ nennt, mit Sol Mutti, dem Sohn des italienischen Professors Claudio Mutti und vor allem Kopf der Gruppe „TSIDMZ“ (steht für „Thulesehnsucht in der Maschinenzeit“) ins Leben rief, die sogenannte „Eurasian Artists Association“. Steht „Sonnenkind“ für eine ursprüngliche, gemäßigt nationale Variante von Reinhard Mey, so wartet „TSIDMZ“ mit apokalyptischen Martial Industrial-Klängen auf. Die beiden ungleichen Musiker haben in kurzer Zeit eine nicht unerhebliche Zahl von Künstlern, welche mit den Ideen Dugins sympathisieren, ins Boot holen können. Zu nennen wären u.a. die russische Philosophin und Aktionskünstlerin Irene Caesar, der serbische Dichter Boris Nad oder auch Sergio Fritz Roa, esoterisch beeinflußter Schriftsteller aus Chile.

Den Großteil der eingemeindeten Künstler stellen jedoch Musikprojekte recht verschiedener Art, wenn auch ein Schwerpunkt im Neofolk- und Industrialbereich  auszumachen ist. Genannt seien stellvertretend die französische Noise-Electro-Truppe Front Sonore, Dugins eigenes Projekt Betelgeuse, die japanische Pianisten Keika Okamoto und Mizar, eine in ihrer Heimat Mazedonien schon legendäre Dark Wave-Truppe.

Ob dieser eher lockere Zusammenschluß Früchte tragen wird? Nach Aussage der Verantwortlichen würden Kooperationen und gegenseitige Unterstützung zwischen den beteiligten Künstlern gezielt angeregt, ein Sampler pro-eurasischer Gruppen sowie ein Musikfestival in Rußland seien im Gespräch.

 


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